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Der Ametrin
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Ametrin ergibt sich aus der Kombination der Namen Amethyst und Citrin. Denn auch auf molekularer Ebene ist der Ametrin eine seltene Verbindung aus dem rot-violetten Amethyst und dem gold-gelben Citrin. Der Ametrin taucht auch unter den Namen Bolivianit, Amecitrin und Trystin auf. Der Ametrin wurde zum ersten Mal im 17. Jahrhundert in der Mitgift einer Indianerin bei der Hochzeit mit einem spanischen Eroberer erwähnt. Die Miene, in der der Stein heute noch abgebaut wird, ist nach jener Indianerin benannt worden. Die Anahi-Mienen befinden sich in der Nähe von Puerto Suarez, in Bolivien. Von diesem Fundort kommt auch der Name Bolivianit.
Der Ametrin gehört chemisch gesehen zur Klasse der Oxide und besteht aus den Elementen Silizium, Sauerstoff und Eisen. Je nach dem, welche Wertigkeit beim Eisen vorliegt unterscheidet sich die Farbe der Steine. Dreiwertiges Eisen zum Beispiel führt zu einem gelben Ametrin, zweiwertiges und vierwertiges Eisen dagegen ergeben eine violette Farbe. Ametrine bestehen in der Regel aus trigonalen Kristallgittern. Manche von ihnen werden sogar bis zu 20 cm groß. Die Oberfläche dieser Edelsteine zeigt einen deutlichen Glasglanz. Je nach Fundort unterscheiden sich die Kristallstrukturen der Ametrine.
Ametrine bilden sich normalerweise aus eisenhaltigen Kieselsäurelösungen, die magmatischer Herkunft sind. Ihre Entstehung ist hydrothermal. Das eingelagerte Eisen ersetzt entweder an manchen Stellen des Kristallgitters das Silizium oder es wird als Fremdatom in die Zwischengitterplätze eingefügt. Ionisierende Strahlung führt schließlich dazu, dass das Eisen in die vierwertige Form umgewandelt wird. Dadurch ist es möglich, dass ein Ametrin nicht einheitlich gefärbt ist, sondern an manchen Stellen violett, an anderen Stellen gelb erscheint. Hauptfundorte dieses Edelsteins sind Bolivien und Brasilien.
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