Der Bernstein

Schon seit Tausenden von Jahren verwendet man den Bernstein im englischem: Amber als Schmuckstein oder zum Dekorieren. Auch heute kann man in vielen Museen Schmuckstücke, wie Amulette, Ketten oder Ringe finden, die auf ein sehr hohes Alter hindeuten. Allerdings ist der Stein noch wesentlich älter, man hat schon Stücke gefunden, die über 250 Millionen Jahre alt sind.

Er gehört nicht wie sein Name vermuten lässt zu den Edelsteinen und Mineralien. Es handelt sich hier um versteinertes Baumharz.

Seine nachgesagte Heilwirkung

In der Jungsteinzeit hat man durchaus schon die heilende Wirkung dieses Harzsteins erkannt. So schützte er zum Beispiel vor Fieber und anderen, schlimmeren Krankheiten. In der Neuzeit dann sollte er Hexen und Dämonen vertreiben. Mahlte man den gelblichen Stein zu feinem Kies, konnte man ihn auch einnehmen und so verschiedene Krankheiten heilen.

Selbst heute noch ist der Bernstein hauptsächlich im esoterischen Bereich als Schutz- bzw. Heilstein bekannt. In der schmuckverarbeitenden Industrie verbindet man den Stein meist mit Silber. An Marktständen kann man oftmals auch einen wunderschönen, vielleicht mit eingeschlossenen Insekten versehenen, Stein an einem Lederband erhaschen. Wobei die Stücke mit Inclusen (Einschlüsse) selten zu finden sind. Auf dem Markt oder im Internet wird meist nur günstiger nachgemachter Bernstein aus gepresstem Harz oder Acryl mit einem Insekt angeboten.

  • Seien Sie also Misstrauisch. Ein echter Bernstein mit Insekten Einschlüssen ist bei Sammlern sehr  begehrt. Je nach Größe werden hier Preise im 3 stelligem Bereich erzielt.

Fundorte

Der Bernstein ist nicht unbedingt ein seltener Schmuckstein, man findet ihn in der Regel an vielen Orten weltweit. Der wohl bekannteste Ort ist allerdings die Ostseeküste, doch auch in Amerika, in Rumänien, Großbritannien, Burma, Japan und auch in Italien findet man diese fossilen Harze.

  • ein excellenter Fundort in Deutschland ist der Strand an der Ostsee auf Usedom. Hier kann man eigentlich immer einen Bernstein finden. Hochsaison für die Bernsteinsammler sind die kalten Wintermonate bei auflandigem Wind. Hier trifft man schon im Morgengrauen auf die Sammler

Richtig klare, durchsichtige Steine sind eher die Ausnahme, denn durch dass oft über Jahrhunderte hinweg dauernde Aushärtung werden oft Insekten oder kleine Fremdkörper in den Stein mit eingeschlossen. Von unglaublich beeindruckender Schönheit sind natürlich solche Steine, die ganze Insekten im Innern aufweisen.

Das berühmte Bernsteinzimmer

Der Bernstein wird wohl nicht zuletzt aufgrund des legendären Bernsteinzimmers zu Weltruhm gelangt sein. Diese Zimmer wurde von König Friedrich I in Auftrag gegeben und war als erstes im Schloss Charlottenburg in Berlin zu sehen. Später dann ging es aufgrund einer Schenkung an Peter den Großen, bevor es dann die Deutschen gestohlen haben.

Sein letzter, bekannter Standort ist Königsberg, der weitere Verbleib ist bis heute nicht geklärt, denn seit dieser Zeit gilt es leider als verschollen. Mittlerweile wird es aufgrund von Zeichnungen bzw. Fotos rekonstruiert.

Verwendung

Aufgrund der Härte nach der für Edel- und Schmucksteine geltenden Mohs’schen Härteskala von 2 bis 2,5 gelten Bernsteine als extrem weicher Schmuckstein. Dies wurde schon von den Menschen in der Antike als sehr vorteilhaft empfunden, denn dadurch war - und ist es auch heute noch - möglich, den Stein mit einfachen Materialien und Werkzeugen zu bearbeiten.

Bernsteine bearbeiten

Ein maschineller Aufwand ist in der Regel nicht erforderlich. Am günstigsten erweist es sich, wenn man den Stein mit nassem Schleifpapier bearbeitet. Möchte man ein recht großes Stück zerkleinern, empfiehlt sich eine Laubsäge. Allerdings sollte man ein nicht allzu grobes Sägeblatt verwenden, da man sonst unter Umständen die Oberfläche zerkratzen könnte.

Pflegen und schützen

Wer Schmuck hat, in dem einer oder mehrere dieser Steine eingearbeitet sind, sollte sie unbedingt vor längeren, direkten Sonneneinstrahlungen schützen. Das Material trocknet sonst schnell aus und könnte zerbrechen. Wie bei den meisten Edel- oder Schmucksteinen sollte man natürlich auch hier auf eine Reinigung mit chemischen Mitteln verzichten. Verwenden Sie auf keinen Fall alkoholhaltige Reinigungsmittel. Denn Alkohol löst den Bernstein auf!

Die einfachste und effektivste Art der Reinigung ist das Spülen unter lauwarmem Wasser, damit wird der Glanz erhalten und der Stein wird so auch gleichzeitig vor dem Austrocknen bewahrt.

Bernsteinschnitzerei -Auf der Rückseite wurde eine Rose eingeschnitzt.

Bernsteinschnitzerei -Auf der Rückseite wurde eine Rose eingeschnitzt. Von vorne sieht es dann aus als würde die Rose dort eingeschlossen sein.

Es gibt auch wunderschöne Bernstein Schnitzereien die zu Kettenanhänger weiterverarbeitet werden können oder einfach nur als Handschmeichler und Heilstein. Solche schönen Bernstein Schnitzereien finden Sie auch im NaturalGems Shop. Zum einfassen eigen sich unsere Cabochon Anhängerfassungen wunderbar. So kreieren sie preiswert ganz einfach Ihren eigenen Bernsteinschmuck.

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