Der Diopsid

Da man Diopsidkristalle in der Regel als so genannte Zwillinge vorfindet, haben sie den aus dem Griechischen stammenden Namen Diposid erhalten. Die Vorsilbe dis steht hierbei für doppelt, opsis steht für Anblick und die Endung idos bedeutet übersetzt Gestalt.

Runde Diopside aus Russland

Runde Diopside im Facettenschliff aus Russland

Chemie und Vorkommen

Der Diopsid ist ein Silikat, der aus den Mineralien Calcium und Magnesium besteht. Seine chemische Formel ist CaMg[Si2O6]. Der Diopsid ein begehrter Schmuckstein, sie kommen recht selten vor. Sie gehören zur Gruppe der so genannten Klino-Pyroxene. Chemisch gesehen kristallisiert er in einem monoklinen Kristallsystem.

Die Bezeichnung monoklines Kristallsystem kommt von der Neigung der Winkel in dem Kristallgitter. In einem monoklinen Kristallsystem gibt es also zwei rechte Winkel und einen schiefen Winkel. Das bedeutet, dass im Endeffekt im Gittersystem Prismen mit geneigten Endflächen entstehen. Die Prismen können dabei unterschiedlich lang und groß sein. Häufig werden auch körnige Aggregate gebildet. Je nach Anordnung der Atome im Kristallgitter entstehen unterschiedliche Färbungen des Diopsids.

Farben - nicht nur grün

Bekannt sind weisse, braune, graue, sowie grüne und blaue Diopside. Wobei die blauen Edelsteine sehr selten vorkommen. Unter ihnen gibt es auch vollkommen farblose Steine. Diese Mineralien findet man vorwiegend in metamorphen, aber auch in magnetischen Gesteinen. Auch in basischen und ultrabasischen Gesteinen kommt er vor.

Ovaler Diopsid aus Russland

Ovaler Diopsid aus Russland facettiert

Fundorte

Hauptfundorte sind daher Russland, Italien, Österreich und Schweden. Aber auch in Brasilien, in Burma, auf Madagaskar und auch auf Sri Lanka kann man sie in hervorragender Qualität finden.
Der bekannte russische Chromdiopsid ist ein wertvoller Stein, wie auch der Saphir und Rubin, mit echter Edelsteinqualität.

 

Geschliffener Diopsid Edelstein im Treppenschliff

Geschliffener Diopsid Edelstein im Treppenschliff in Baquette Form

Geschliffene Diopside erfahren auch im Jahr 2019 einen Preisanstieg. Der Edelstein wird immer seltener, die Nachfrage ist aber dennoch ungebrochen hoch.

Nachgesagte Heilwirkung und Esoterik

  • Er schenkt Lebensfreude und Harmonie, regt zum Ausleben der eigenen Persönlichkeit an. Er wird als Heilstein bei Nierenleiden eingesetzt.
  • Verhindert Muskelkrämpfe und Seitenstiche
  • Reguliert die weißen Blutkörperchen.
  • Diopsid Armbänder oder  Halsketten haben eine hohe Energie und werden auch bei schweren Krankheiten wie Krebs, Tuberkulose und Leukämie eingestzt.

 

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